| LUNA
- Sitzungsball in Köln am 06.02.2010 |
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| Eine Reise zwischen zwei Welten dauert ungefähr eine Flugstunde Am
06.02. bestiegen um 7:00 Uhr bei dichtem Schneetreiben, eisigem Wind und
Minustemperaturen 6 Berliner den Flieger, um in Köln am LUNA - Sitzungsball
der |
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Natürlich
waren, außer mir, mit von der Partie der Vorstand der Blauen Garde
Britz mit Margot, Ines, Karin und Roland, sowie meine Freundin Carola. Die "Greesberger" sind schließlich die älteste Familien - Karnevals - Gesellschaft und wo wäre ein Familientreffen treffender als wie hier. |
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| Die
„Kappesboore“ (übersetzt: Kohlbauern), aus denen die
„Greesberger“ entstanden bzw. gegründet wurden, bezeichneten
früher den Vorsteher oder Obmann einer Bauernbankgemeinde, einer
der fünf Vereinigungen Kölner Gemüsegärtner, schlicht
und einfach Ovverdöner, was aber in keinster Weise etwas mit dem
türkischen Fleischgericht, dem „Döner“, zu tun. |
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Natürlich
stellte der "Sitzungsball - Leiter" auch die Band des Abends
vor. Beim Fußball gab es früher Ersatzspieler. Fiel also damals ein Spieler aus, mußte man auf einen Ersatzspieler zurückgreifen, der manchmal eben aus einer anderen Liga kam. Heute gibt es die Ergänzungsspieler. Fällt heute ein Spieler aus, kann man zum Glück auf einen Ergänzungsspieler zurückgreifen, der das "Loch" ebenbürtig ausfüllt Die "Black
& White Coverband" aus Siegburg war bzw. ist so
eine Ergänzung. |
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Der erste Programm - Höhepunkt (Dank des Literaten Charly Sünder gab es heute wieder nur Höhepunkte) wurde angekündigt - die Jugendtanzgruppe "Kölsche Greesberger" Eine schier endlos wirkende Schlange von Tänzerinnen und Tänzern marschierte aus dem hinteren Teil des Schiffes auf die Bühne. Da diese Truppe zu den Greesbergern gehört, marschierten sie zu den Klängen des "Greesberg - Marsches" ein. Ihr Sprecher Philipp begrüßte das närrische Publikum und dann ging es los. |
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Diese Truppe hat sich im Sommer 2009 zusammengefunden und ist seitdem ein weiteres Aushängeschild der Greesberger. Sie
präsentierten an diesem Abend vier Tänze der Spitzenklasse mit
Hebefiguren und Akrobatik. Einfach genial und immer wieder sehenswert. Es
muß erwähnt werden, daß sie diese Topleistung gezeigt
haben, obwohl sie am Nachmittag noch am 6. Colonaden-Pänz-Pokal teilgenommen
haben. |
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Was in Berlin selten zu sehen ist oder wenn, dann auch nicht unbedingt ankommt, das gehört in Köln dazu - ein Büttenredner. Früher
traten diese Redner in einer Art "Bütt" (wörtlich
übersetzt: Wanne) auf und so entstand der Name Büttenredner. So
wie hier und heute Peter Raddatz als "Dä mit dem Hötche".
Seit 1965 tritt Peter in der Type: “Dä Mann met däm Hötche”
als Büttenredner auf und feierte als Redner große Publikumserfolge.
Mit seiner rheinisch - hochdeutschen Vortragsart vermag er mit seinen
Büttenreden in vielen Sälen zu begeistern. |
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Die Greesberger sind eine Karnevalsgesellschaft, die eine eigene Reiterstaffel beheimatet. Ebenso, wie gesehen, eine eigene Jugendtanzgruppe. Später, das darf ich hier schon verraten, tritt noch die eigene Tanzgruppe auf. Jetzt aber stand die eigene Mundartband auf dem Programm. Im
letzten Jahr durften wir sie noch als "Zollhuus Extrascharf"
bewundern. Diesmal im neuen Outfit (in den Greesbergfarben schwarz/orange)
und mit neuem Namen Es handelt sich lediglich um eine Namensänderung, denn ihr Programm ist immer noch extrascharf. |
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Zollhuus Colonia hat nicht nur den Namen geändert, sondern auch ihr Logo, wie man auf ihrer Internetseite sehen kann. Das alte Logo mit der "extrascharfen" Paprikaschote ragt über dem schwarzen Kölner Adler, den sie, mit Sondergenehmigung der Stadt Köln, mit der "Greesberg - Farbe" orange gefärbt haben bzw. färben durften. Ihr Können hat sich inzwischen herumgesprochen, sodass sie am 11.11.2009 zum ersten Mal bei der Eröffnung des Karnevals neben den anderen namhaften Bands auf der Bühne am Heumarkt auftreten durften. Ihr Auftritt
auf der "Rheinenergie" kam einem Erdbeben gleich, das Schiff
begann zu schwanken und die Sicherheitskräfte zogen die Taue fester
an, damit sich das Schiff nicht losreißt. Rudi Schnitzler und seine Mannen heizten mächtig ein und wenn es nach dem närrischen Volk gegangen wäre, würden sie wahrscheinlich heute noch auf der Bühne stehen. Nach diesem Auftritt benötigten einige Zuschauer ein Sauerstoffzelt und die freundlichen "Kellner und Kellnerinnen" hatten ihre Hochzeit. Sie mußten schnellstens das kühle Kölsch liefern, damit die heißgesungenen Stimmbänder gekühlt werden konnten. |
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| Nach diesem Auftritt versuchte man mit einer ruhigen Tanzpause das närrische Volk etwas zu beruhigen. Vergebens, denn nur kurze Zeit später füllte sich erneut die Bühne. Wie ich vorhin schon angedeutet habe, stand nun mit der Tanzgarde der Greesberger der nächste Höhepunkt auf dem Programm |
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Waren es
vorhin in der JTG noch die "Kleinen" von 8 bis 17 Jahren,
die auf der Bühne standen, so waren es jetzt die "Großen"
von 18 Jahren an aufwärts. Jan, ihr Sprecher, begrüßte auch das närrische Volk und die Post ging ab. |
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Wie die JTG, so hat sich auch diese TG zeitgleich zusammengefunden. In dieser kurzen Zeit solch einen Auftritt hinzulegen ist schon phänomenal. Auch die TG präsentierte nicht nur einen Tanz, sondern wirbelten mehrmals über die Bühne und in den sehr kurzen Pausen, bestätigten die Beifallsstürme der begeisterten Zuschauer die Klasse dieser Darbietung. Bei den akrobatischen Hebefiguren standen den Zuschauern die Münder offen, aus denen dann Ohhh und Ahhh Laute zu hören waren. |
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Erst warfen die Mädels noch ihre Beine, kurz danach wirbelten die Jungs ihre Mädchen ein wenig durch die Luft und zuletzt setzten die Mädchen zu regelrechten Höhenflügen an. Zum so genannten Schlußbild wollte der Beifall nicht enden. Der, verständlicherweise, überaus stolze Präsident mußte die Rufe nach Zugaben "abwürgen". Erstens waren die Tänzer und Tänzerinnen erschöpft und zweitens mußte das Programm eingehalten werden - man war schon etwas aus der Zeit. Aber wie die JTG, so wird auch diese TG noch öfters zu sehen sein und den Greesbergern viel Freude bereiten. Nicht nur den Greesbergern, sondern auch den Zuschauern. |
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Danach wurde es wieder rockig auf der Bühne und das Volk tobte. Peter Brings und seinen Mannen - die Gruppe Brings - zogen alle Register. Das hieß wieder Stimmung pur, denn die Lieder kannte jeder. Halleluja, haben wir alle mitgegrölt. Die Stühle, eben noch Sitzgelegenheiten, wurden erneut zu Stehplätzen, denn der Platz vor der Bühne wurde zur Sardinenbüchse. |
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Brings hatte die Bühne geräumt und kurz danach marschierten Männer in weißen, mit rot abgesetzten Uniformen die Bühne - die Prinzengarde der Stadt Köln. Wegen der Farbwahl der Uniformen werden sie auch scherzhaft "Mählsäck" (übersetzt: Mehlsäcke) genannt. Da die Prinzengarde ständige Begleitung des Prinzen ist, war auch dem Letzten klar, de Prinz kütt. Aber natürlich nicht alleine, sondern in Begleitung von Bauer und Jungfrau, denn in Köln regiert ein Dreigestirn. |
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Auf der Bühne
sah man aber auch zwei Herren in grün - gelber Uniform. Diese Herren
gehören der Ehrengarde der Stadt Köln an. Präsident Detlef Kramp stellte das Dreigestirn vor. Prinz Markus I., Bauer Hubert und Jungfrau Martina. In diesem
Jahr wurde das Dreigestirn von der Natürlich wurden auch die Orden "ausgetauscht" |
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| Prinz Markus sprach dann noch an das närrische Volk und erklärte das "Motto", daß diese Drei sich auf die Plaggen (Fahne oder Standarte) geschrieben hatten. "En
Braunsfed ha´mer uns jefunge, Obwohl es eigentlich verständlich ist, hier die wörtliche "Übersetzung" In
Braunsfeld haben wir uns gefunden, |
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Bevor die Drei dann weitergezogen sind, haben sie noch mit uns zusammen gesungen. "Mir sind stolz" heißt das Lied und alle Kölner sangen mit.
Mit Gesang ging es dann weiter |
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Es gibt jede Menge Bands in Köln oder besser gesagt "Boy - Groups". Hier
und heute traten aber die Töchter Köln´s auf. Ute Geller
und ihre Mädchen - Schon stieg die Stimmung wieder und auch der Letzte weiß jetzt, daß es ein "Supergeiles Jahr" wird. |
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Den
letzten Höhepunkt des Programm stellte ein Clown mit seiner Trompete. Seit über 15 Jahren ist er als "Clown mit der Trompete" auf den Bühnen zu sehen. Aber er macht nicht nur "Dä Clown für üch", sondern ist ein Entertainer, der schon auf vielen Bühnen gestanden hat. Auch auf der Rheinenergie begeisterte er mit seiner Trompete, seinem Gesang und mit seiner Show überhaupt. Wir Berliner haben ihn zuletzt erst beim Deutschen Beamtenbund bewundern dürfen, wo er zu den Stammgästen zählt. |
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Danach
verabschiedete Detlef Kramp die Gäste, denn das offizielle Programm
war zu Ende. Das hieß aber nicht, daß wir alle nach Hause
gegangen sind, denn bis in die frühen Morgenstunden machte "Black
& White" noch weiter Programm. Somit leerte sich das Schiff ganz,
ganz langsam. |
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Noch eine kurze Anmerkung Diese Beiden haben uns gezeigt wie das Motto des Kölner Karnevals in dieser Session lautete "In Kölle jebützt" - dat Jlöck muss mer han Wir hatten das Glück und haben sogar mitgemacht. |
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Eine weitere Anmerkung zum Schluß in eigener Sache Ich möchte mich, auch im Namen meiner Berliner Freunde, bei diesen beiden Menschen (stellvertretend für alle Greesberger) ganz herzlich bedanken. Claus Adams und mein Schulfreund Bernhard Vosen (heute "nur" noch Freund). Durch diese Beiden sind wir erst zu den "Greesbergern" gekommen bzw. auf die "Greesberger" aufmerksam geworden. Seitdem genießen wir diese Herzlichkeit, die uns entgegengebracht wird. Man sagt immer "Ich hab noch einen Koffer in Berlin", wir haben aber einen Koffer in Köln. Und nicht nur einen Koffer, sondern auch viele Freunde. Diese Beiden haben auch die ganzen Fotos der Veranstaltung gemacht und mir bzw. uns zur Verfügung gestellt. Danke. Auch
meiner Freundin Carola, karnevalistisch noch relativ unbeleckt, aber schon
leicht infiziert, hat es sehr gut gefallen und meinte: |
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Nach kurzer Nacht und ausgiebigem Frühstück haben diese Beiden mit uns noch einen Stadtbummel gemacht und mit uns zu Mittag gegessen. Wir haben noch viel erzählt und viel gelacht. Auf dem Weg zum Flughafen wurde die Stimmung aber immer leiser, denn das Abenteuer "Luna Sitzungsball" war zu Ende. Im
Flugzeug habe ich dann erneut eine Stimme singen gehört. Die Stimme
von Marita Köllner, die leise sang. Kurz
danach landeten wir dann wieder im winterlichen Berlin bei minus 3 Grad
und leichter Schneeglätte. |
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| Text: Ludwig Bonn |
Fotos: Claus Adams, Bernhard Vosen, Manfred Waider |
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| ©2010
FEN Föderation Europäischer Narren - Landesverband Berlin
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